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Schlösser wird weggebaggert


Von VOLKER ECKERT

Riesentanks und 27 Gebäude: Die Schlösser-Brauerei abzutragen ist ein Mammutprojekt. Ab Frühjahr soll dort die neue FH entstehen.

Es ist eines der größten AbrissProjekte, das Düsseldorf in den letzten Jahren gesehen hat: An der Münsterstraße wird das ehemalige Schlösser-Areal zurzeit dem Erdboden gleichgemacht. Noch voraussichtlich vier Monate werden drei Unternehmen mit 30 bis 40 Mitarbeitern damit beschäftigt sein, die zahlreichen Gebäude und ausgemusterten Brauanlagen zu beseitigen. Knapp drei Millionen Euro kostet der Abriss.

Insgesamt 27 Gebäude müssen verschwinden, am Montag ist das höchste verbliebene Gebäude an der Reihe, der achtstöckige Verwaltungsbau.

Doch das Gelände bietet noch einige andere Schwierigkeiten, wie Projektleiter Udo Bonzel-Scheuer vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes erläutert. Zum Beispiel müssen Metalltanks mit einem Volumen von 200 000 Litern auseinandergeschweißt werden, bevor sie abtransportiert und an Recyclingfirmen verkauft werden können.

Zudem hat Schlösser teilweise sehr tief in den Boden gebaut: Deshalb müssen sich die Abrissfirmen bis zu neun Meter tief in die Erde graben. Die neuen Gebäude gehen zwar nur vier Meter unter die Erde. Der BLB will aber keine Altlasten im Boden zurücklassen. Bonzel-Scheuer scherzhaft: „Ich hoffe, wir finden da unten keinen römischen Kahn, sonst haben wir ein Problem.“

Wie viel Schutt insgesamt anfällt, kann der Projektleiter erst nach Abschluss der Arbeiten sagen. Das Aufkommen an Sondermüll wie giftigen Weichmachern oder Asbest sei aber vergleichsweise gering. Allerdings ist die Beseitigung teilweise mühevolle Handarbeit.

Auf dem Gelände nördlich der Münsterstraße in Derendorf war zuvor schon der ebenfalls stillgelegte Schlachthof abgerissen worden. Ab dem kommenden Frühjahr wird dort mit dem Bau des neuen Campus für die Fachhochschule begonnen.

Quelle: Westdeutsche Zeitung
Stand: November 2009


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